Wetter: wechselhaft mit ergiebigen Regenschauern, 2 – 3 Bft., bis 24°C
In Koblenz nehme ich mir mein Klapprad und fahre die 2 Kilometer nach Koblenz zum Deutschen Eck, wo das monumentale Denkmal des Deutschen Kaisers Wilhelm I. hoch zu Ross über den Zusammenfluss der Mosel mit dem Rhein (bei Rhein-Km 592) wacht (https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser-Wilhelm-Denkmal_am_Deutschen_Eck).
Zurück in der Marina der Segelkameraschaft werde ich zum Abendessen eingeladen, es gibt Gegrilltes und es wird gemütlich bis zum Einbruch der Dunkelheit, trotz gelegentlichem Schauer.
Der folgende Sonntag beginnt mit der Schleuse Koblenz, der letzten Schleusung auf deMosel, es soll die 145. sein. Danach fahre ich am Deutschen Eck auf den Rhein und es ergreift mich eine melancholische Stimmung, schließt sich hier doch die Rundreise, die „Lotus“ ist 2022 quasi geradeaus den Rhein an dieser Stelle hochgefahren.
Der Schiffsverkehr auf dem größten deutschen Strom ist immens, ebenso die Strömung mit der geschilderten Problematik der sich aufschaukelnden Wellen, die hauptsächlich durch die bergfahrenden Frachtschiffe verursacht werden. Teilweise mit vier Schiffen in gleicher Höhe im Begegnungsverkehr ist die „Lotus“ diesem Schaukelspiel der Wellen fast wie ein Korken im Wasser ausgeliefert.
Erst am späten Nachmittag mit Gewitter und diversen Schauern beruhigt sich der Schiffsverkehr und nach 151 Flusskilometer erreiche ich den Bunkeranleger der Fa. Hoyer, wo ich wie im April 2022 (s. https://fernwin.de/am-anleger-bei-jan-tag-11-14/) vor dem Stahlschiff von Jan festmache.
Die Wiedersehensfreude ist groß, es gibt viel zu erzählen, der Abend wird lang nach einem lecker Essen. Wie schon 2022 lasse ich mich von Jans Kompetenz an Herd und Grill verwöhnen, ich bleibe drei Tag und werde am Donnerstag den Heimweg antreten. Bruder Michael steigt hier noch zu für die Restkilometer auf dem Rhein und die Kanäle ab Duisburg (bei Rhein-Km 780) ostwärts.